Wir Morrehexe

Nachdem viele sich schon gefragt haben, warum sehen "die Morrehexe" denn gerade so aus und welchen historischen Hintergrund haben "die" denn, möchten wir uns - hier und jetzt - vorstellen:

Seit fast elf Jahren bereichern die MorrehexeBuchen e.V. die närrischen Tage der Buchener Faschenaacht.

Das Kinn sieht aus wie ein Blecker zum Zeichen dafür, dass sie aus der Bleckerstadt Buchen kommen. Die krumme Nase steht für die Folter, die dem verehrten Bauernweible nichts anhaben konnte. Tiefe Furchen und Falten lassen auf große Mühsal und schwere Arbeit der Odenwälder Landbevölkerung schließen. Große Augen und der leicht verschmitzt-verwunderte Ausdruck lassen sie neugierig und spitzbübisch wirken. Zopf aus Bast, Zahn und Warzen gehören zur Morrehexe einfach dazu. Die Häs - hierzulande das Kostüm genannt - setzt sich aus roten Socken, weißer Unterhose mit Rüschen, grünem Hosenrock, weißem Hemd mit Wappen und Nummer und rotem Schultertuch in Anlehnung an die Buchener Stadtfarben zusammen.
Blaue Schürze und blau-grau kariertes Kopftuch stehen für das Wasser "die Morre", nach der sich die Morrehexe benannt haben. Die Morre selbst entspringt im Buchener Stadtteil Hettingen und fließt dann übers Buchener Städtle ins Hettebörmer Tal und von dort irgendwann in den Main. Genau so wollen auch die Morrehexe sein, eine bunt zusammen gewürfelte Schar Gleichgesinnter, die Freude, Glück und Spaß über Land und für die Menschen verbreiten wollen.